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🏛️ Monument: Arena di Verona – Piazza Bra, 1

📅 Errichtung: Etwa 30–42 n. Chr., älter als das Kolosseum

🎭 Wissenswertes: Das drittgrößte noch erhaltene römische Amphitheater der Welt – und das am besten erhaltene

🎶 Oper: Seit 1913 Spielort des Sommer-Opernfestivals, des größten Open-Air-Festivals weltweit

ℹ️ Besucherinformationen: Geöffnet von Dienstag bis Sonntag, 9:00 bis 19:00 Uhr (außer an Veranstaltungstagen)


Ein Bauwerk, das die Veroneser kennen – aber vielleicht nicht in jedem Detail

Die Arena di Verona steht jeden Tag dort an der Piazza Bra. Man streift sie oft nur mit dem Blick, ohne weiter darüber nachzudenken, und dabei birgt sie Geschichten, kuriose Details und Hintergründe, die es wert sind, neu entdeckt zu werden. Hier sind fünf davon, die vielleicht nicht jedem wirklich bekannt sind.

1. Sie ist älter als das Kolosseum

Häufig denkt man beim römischen Amphitheater schlechthin an das Kolosseum, doch die Arena di Verona ist mehrere Jahrzehnte älter. Die Errichtung des veronesischen Amphitheaters wird auf die Zeit zwischen 40 und 42 n. Chr. datiert, während das Kolosseum erst ab 80 n. Chr. erbaut wurde – rund vierzig Jahre später. Und um das Bild zu vervollständigen: Sie ist das drittgrößte uns überlieferte Amphitheater und mit Sicherheit das am besten erhaltene.

2. Das Erdbeben von 1117 und die Geschichte der "Ala"

Die Arena, die wir heute sehen, ist in Wirklichkeit das innere Skelett des ursprünglichen Bauwerks: Der äußere Ring aus weißem und rosafarbenem Kalkstein stürzte 1117 fast vollständig durch ein heftiges Erdbeben ein. Heute ist davon nur noch ein kleiner Teil übrig, den die Veroneser liebevoll "l'Ala" (der Flügel) nennen. Jener kleine Abschnitt mit vier Bögen zur Piazza Bra hin ist kein dekoratives Element: Er ist das, was von einer Fassade übrig blieb, die einst das gesamte Amphitheater umgab.

3. Buffalo Bill trat hier auf – gleich zweimal

Nicht nur Oper. In ihrer langen Geschichte hat die Arena alles Mögliche beherbergt. 1890 und 1906 fand hier die "Wild West Show" des legendären Buffalo Bill statt, eine Aufführung mit echten Cowboys und echten amerikanischen Ureinwohnern. Die Show wurde für die örtliche Tageszeitung von einem damals blutjungen Emilio Salgari rezensiert. Ein Detail, das im Rückblick fast surreal anmutet.

4. Die erste Opernaufführung war 1913 die "Aida"

1913, anlässlich des hundertsten Geburtstags von Giuseppe Verdi, gab die Arena di Verona ihre erste Opernaufführung: die "Aida". Initiiert wurde das Vorhaben vom veronesischen Tenor Giovanni Zenatello. Von diesem Moment an war das Schicksal der Arena als Open-Air-Opernbühne besiegelt: Heute zieht sie jährlich über 600.000 Zuschauer an und bildet die größte Open-Air-Opernsaison der Welt.

5. Der Name "Arena" geht auf den Sand und das, was er aufsog, zurück

Die Schaukämpfe fanden in der harena statt, einem mit Sand bedeckten Bereich in der Mitte des Amphitheaters, der schnell Blut, Schweiß und andere Flüssigkeiten von Mensch und Tier aufsaugen konnte, um den Boden zügig und ohne großen Aufwand für die nächsten Kämpfe vorzubereiten. Von diesem lateinischen Wort leitet sich der Name ab, den wir bis heute fast wie selbstverständlich verwenden.

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